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Kino im Kornspeicher

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Januar 2017

Mittwoch, 25.1.2017 - 20:00 Uhr

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Love and Sex and Rock´n´Rollstuhl

Der Dokumentarfilm "Love & Sex & Rocknrollstuhl" erzählt von der Einsamkeit, von dem Wunsch nach einem erfüllten Leben und der Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität.
Und er erzählt die Geschichten von vier selbstbewussten, mutigen Menschen, die mit einer starken, körperlichen Behinderung leben -Nicola, Stefan, Wiebke und Emanuel.
Während Stefan in einer Umgebung lebt, die ihm nicht genügend Sicherheit gibt, um offen über seinen Wunsch nach Liebe und Sexualität sprechen zu können, wohnt Wiebke gemeinsam mit ihren Freunden und mit täglicher, persönlicher Assistenz, in einem behindertengerecht gebauten Eigentumshaus. Emanuel hat es, nach seiner Gehirnblutung, die ihn nahezu bewegungsunfähig gemacht hatte, geschafft, wieder allein in einer kleinen Wohnung leben zu können. Nicola hingegen lebt mit 24 Stunden Assistenz, in einem Haus für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung.
Alle vier sind mutig genug, um sich nicht mit dem Status quo zufrieden zu geben. Sie wollen ihre Sexualität leben und begegnen sich aus diesem Grund bei einem Erotikworkshop für Menschen mit Behinderung. Ihre Erfahrungen, die sie dort machen und ihre Gedanken sind unterschiedlich, doch das Streben nach Selbstbestimmtheit und die Sehnsucht nach Liebe und Wärme verbindet alle miteinander.
Die Regisseurin Susanna Wüstneck war bereits einmal mit ihrem Film “Bis ans Ende” im Kornspeicherkino zu Gast. Auch diesmal ist sie bei der Vorstellung dabei und freut sich auf das Gespräch mit dem Publikum.

Februar 2017

Mittwoch, 22.2.2017 - 20:00 Uhr

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Transit Havanna

Nur fünf Operationen für Geschlechtsanpassungen werden in Kuba jährlich durchgeführt, die Ärzte werden eigens aus Europa eingeflogen und die Warteliste ist naturgemäß lang. Dass solche Behandlungen überhaupt möglich sind, ist Mariela Castro Espina zu verdanken, der kämpferischen Tochter des greisen Revolutionsführers Fidel Castro. Sie setzt sich seit Jahren für die Rechte von sexuellen Minderheiten, für Homosexuelle und Transgender ein, sorgt für Aufklärung, Medikamente, Beratung. Unter dem dem unschlagbaren Motto: "Ja zum Sozialismus, nein zur Homophobie" hat sie das Land, in dem Schwule verfolgt wurden, verändert. In "Transit Havanna" begleiten wir ein Jahr lang Odette, Juanu und Malú, die sehnsüchtig auf ihre Operation warten.
Der aus den Niederlanden stammende Grimme-Preisträger Daniel Abma ("Nach Wriezen") hat an der Filmhochschule in Potsdam Babelsberg studiert. In seinem neuen Film gelingen ihm nicht nur wunderbare, lebenspralle und sehr überraschende Porträts von Transsexuellen in Kuba. Es ist auch eine kenntnisreiche Innenansicht der heutigen kubanischen Gesellschaft und ihrer Umbrüche, der Blick auf ein Land, das selbst vor einer großen, alles verändernden Transformation steht.

Mit “Nach Wriezen” war Daniel Abma bereits einmal Gast im Kornspeicher. Nun ist er mit seinem neuen Film hier und steht dem Publikum für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

März 2017

Mittwoch, 22.3.2017 - 20:00 Uhr

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Am Ende der Milchstraße

Ein kleines Dorf in den Weiten Mecklenburgs. Geprägt vom politischen Wandel der letzten Jahrzehnte lebt hier eine Gemeinschaft und tut, was Menschen eben tun müssen: sie gestalten ihre Umwelt, schreiben sich in die Landschaft.
Die 50-Seelen-Kommune atmet jenseits der Gezeiten, die den Wert des Westens bestimmen. Die Menschen leben am Rand des Existenzminimums, angewiesen auf die Natur und gegenseitige Hilfe. Ihr Alltag ist geprägt von Arbeit, Erinnerungen und von Verlust.
Und doch haben sich der kräftige Bauer Maxe, seine Freundin Cordula, die der Liebe wegen bei ihm auf dem Land lebt, der Zugezogene Harry, der von weißen Nächten am Nordkap träumt, der Melker Oli, der bald heiraten wird, und die fünffache Mutter Gabi, deren Söhne arbeitssuchend heimgekehrt sind, eine wunderbare Gemeinschaft geschaffen: eine Idylle, der immer auch ein Abgrund eingeschrieben ist.
Mit ansteckender Neugier blicken die Regisseure Leopold Grün und Dirk Uhlig auf eine Lücke im System und erzählen von hier aus, was Gemeinschaft im Innersten zusammenhält. Zwischen grasenden Ponys, blühenden Bäumen und kräftigem Regen gelingt mit »Am Ende der Milchstraße« ein so präzises wie berührendes Zeit-Bild.

Regisseur Leopold Grün steht dem Publikum für Gespräche zur Verfügung.

April 2017

Mittwoch, 12.4.2017 - 20:00 Uhr

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Der Ostkomplex

Auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung streiten Experten immer noch darüber, ob man die DDR nun als Unrechtsstaat bezeichnen sollte oder nicht. Der Dokumentarfilmer Jochen Hick widmet sich dieser Frage in „Der Ost-Komplex“, indem er den Zeitzeugen Mario Röllig porträtiert. Röllig wollte im Jahr 1987 über die ungarische Grenze in den Westen zu flüchten, wurde jedoch festgenommen und inhaftiert. Er hatte als Verkäufer in der exklusiven Zigarrenabteilung des KaDeWe eine Begegnung der unheimlichen Art. Der Käufer einer erheblichen Menge des teuren Luxusgutes erkannte er als einen seinen Vernehmer im Stasi-Knast ...
Heute macht er Führungen im zur Gedenkstätte umgewandelten, ehemaligen Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, in dem er damals selbst einsaß. Außerdem hält Röllig an Schulen Vorträge über seine Erfahrungen, an US-Universitäten und auch vor Mitgliedern der konservativen Partei CDU, in der er selbst Mitglied ist. Dabei gerät Röllig auch immer wieder mit DDR-Sympathisanten und Anhängern der kommunistischen Gesellschaftsordnung aneinander…
Regisseur Jochen Hick ist zur Vorführung anwesend und stellt sich dem Publikum zur Diskussion.

Mai 2017

Mittwoch, 3.5.2017 - 20:00 Uhr

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Holunderblüte

Im vergangenen Jahr verzauberte Volker Koepp unser Publikum mit seinem “Landstück”. Nun ist er mit einem, wie die Berliner Zeitung meint, bestürzend schönen Film über Russlands vergessene Kinder zu Gast: “Holunderblüte”. Die mit ihren einstigen Reichen untergegangenen Gebiete Ostpreußens und Galiziens faszinieren Koepp und inspirieren ihn zu beeindruckenden, poetischen und wahrhaftigen Filmen.
So auch “Holunderblüte”. Er nimmt uns mit zu den Kindern, die im Gebiet um Kaliningrad leben. Einer Gegend, geprägt von entvölkerten Dörfern und brachliegenden Feldern. Die Erwachsenen suchen woanders Arbeit oder trinken. Zurück bleiben die Kinder. Koepp kehrt in die Landschaft des ehemaligen Ostpreußen zurück. Der Film registriert die politischen und sozialen Veränderungen, die Verelendung der Menschen nach dem Zusammenbruch der landwirtschaftlichen Strukturen, die Entvölkerung der Dörfer und Zersplitterung der Familien - aber er zeigt auch eine Landschaft, die für Kinder ein riesiger Abenteuerspielplatz ist.
Volker Koepp ist am Abend unser Gast und steht für Gespräche mit dem Publikum bereit.

Juni 2017

Sommerpause

Juli 2017

Sommerpause

August 2017

Sommerpause

September 2017

Mittwoch, 13.9.2017 - 20:00 Uhr

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Dialoge

In dem kleinen Mecklenburger Dorf Jamel behauptet sich das Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer gegen Bewohner, die zum Großteil der rechten Szene angehören, unter anderem mit dem alljährlich stattfindenden Musikfestival „Jamel rockt den Förster“. Für ihr vielfältiges Engagement gegen Rechts wurden sie mehrfach ausgezeichnet und sind international bekannt. Nur ein Dialog mit Neonazis ist für sie unvorstellbar. Während Lohmeyers sich in der Mitte unserer Gesellschaft kreativ und individuell verwirklichen, ist der Gestaltungsspielraum des jungen Neonazis Michael Ebach persönlich wie sozial eng begrenzt.
Wir bringen ihn in unserem 100 minütigen Dokumentarfilm künstlich (Split Screen) und künstlerisch mit Lohmeyers zusammen und zeigen, wie anstrengend, schwierig, aber auch unumgänglich der Dialog gerade mit Menschen wie Ebach für uns und die Zukunft unserer Gesellschaft ist. „Wir müssen unsere Komfortzonen verlassen. Wir müssen uns auch für Argumente öffnen, die uns fremd sind“, forderte Bundespräsident Gauck am 11.3.16 in Bautzen, damit der Hass nicht gefährlich wird und keine Brandsätze fliegen.
Gewidmet ist der Film dem früh verstorbenen Mario Pentzien, der in unserem Film Dialogmöglichkeiten für beide Seiten aufmacht. „Wer nicht schießen will, muss reden“, das ist mit Willy Brandt das Resümee unseres Filmes.
Die Regisseurin Carmen Blazejewski ist Gast im Kornspeicher und steht zum Filmgespräch bereit.

Oktober 2017

Mittwoch, 18.10.2017 - 20:00 Uhr

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Bonne Nuit Papa

Auch in diesem Jahr ist der Kornspeicher Teilnehmer an der Zeitschnitt-Reihe. Dieses Projekt wurde von der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur entwickelt.
In Neumühle zeigen wir “Bonne Nuit Papa” von Marina Kem. Sie erzählt die Geschichte ihres Vaters. Er war 1965 zum Studieren in die DDR gekommen und dort geblieben. Erst auf dem Sterbebett sprach er von seiner Heimat und der dortigen Familie. Er wünscht sich, in seiner Heimat begraben zu werden. Die Tochter und Autorin zeichnet das Leben ihres Vaters nach. Sie lässt Zeitzeugen, Briefe, Stasi-Protokolle und Fotos an seiner statt sprechen. Dabei gelangt sie immer tiefer in die Geschichte der Ideologiekriege der letzten 50 Jahre und erfährt, wie diese sich auf das Einzelschicksal ausgewirkt haben. Sie lernt aber auch ihre zweite, bisher unbekannte Herkunft und Kultur kennen. Auf der Suche nach dem Leben ihres Vaters findet sie eine neue Familie. Der Film schlägt eine Brücke vom europäischen Deutschland und der DDR nach Kambodscha und ermöglicht damit dem Zuschauer zwei außergewöhnliche Doppel-Kultur-Einblicke.
Der Filmwissenschaftler Dr. Claus Löser führt in den Film ein und steht im Anschluss zu Diskussionen zu Verfügung.

November 2017

Mittwoch, 22.11.2017 - 20:00 Uhr

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Ein Haufen Liebe

Alina Cyranek widmet sich in ihrem Film einen unendlichen Thema: Der Liebe. Ob mit 19 oder mit 90 Jahren, sie ist ein seltsames Spiel und immer eine unglaubliche Erfahrung. Für Esther (89), Anneliese (91), Ruth (83) und Ulla (71) ein Grund, die Liebe in ihrem Leben zu erkunden. Und zwar in Vergangenheit und Gegenwart. Sie konfrontieren sich dabei ebenso mit den schönen Erinnerungen wie mit den schmerzlichen. Sie lassen die Freuden ihres zurückliegenden Lebens, aber auch Krieg, Krankheit und Tod Revue passieren. Auch in der Gegenwart gehören sie keineswegs zum alten Eisen. “Ein Haufen Liebe” ist ein Setzkasten der Erinnerung und ein Kaleidoskop der Gegenwart im Alter, der sich durch seine erstaunliche Nähe zu den porträtierten Frauen auszeichnet. Aus Brüchen und Chaos entsteht fortwährend eine Neuordnung der Schönheit. Es ist ein lebendiges Portrait von vier hochbetagten Frauen, die immer wieder zeigen, dass es nie zu spät ist, etwas Neues zu lernen und sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Parallel zum Entstehen einer Produktion der Theatergruppe „Die Purpurfrauen“ am Landestheater Tübingen mit dem Thema „Liebe“ erkundet der Film welche Rolle Männer im Leben der Frauen gespielt haben und bis heute spielen. Warum ist die eine Partnerschaft gelungen, eine andere gescheitert? Wie unterscheidet sich ihr Leben heute von der Zeit, in der sie noch jung waren? Hat es für sie jemals den „Richtigen“ gegeben? Der Film begleitet den Probenprozess, in dem dreizehn Laienschauspielerinnen einen Teil ihrer Liebesgeschichte in das Theaterstück einarbeiten, und beleuchtet das Leben vier ausgewählter Frauen. Die inzwischen jahrelange Beziehung zu den Protagonistinnen ermöglicht Gespräche, die einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelten gewähren. Der Film zeigt den Alltag der Frauen beim Zeichnen, Nüsse knacken, Yoga oder Kuchen backen. Dabei entstehen einfühlsame Frauenporträts. Die Protagonistinnen erzählen nach und nach ihre eigenen Geschichten über Erwartungen an die Liebe, verpasste Momente, Seitensprünge und innere Feuerwerke.

Dezember 2017

Keine Vorstellung

Für alle Kino im Kornspeicher - Veranstaltungen gilt:
“Eintritt frei. Wie immer freuen wir uns über Spenden.”

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